WESCO? No go.

Ich wollte unbedingt einen WESCO Mülleimer, weil die einfach der Inbegriff von Qualität für mich waren. Die stehen in jeder Kneipe jahrelang rum und werden täglich 100 mal geöffnet, um Aschenbecher darin auszukehren (also früher, als man noch in Kneipen rauchen durfte). Ich hab ehrlich gesagt nur gute Erfahrungen damit gehabt und dann ist das natürlich ein Produkt, auf das man sparen und sich freuen kann. Wenn man schon Mülleimer (aka. Abfallsammler, wie die Hersteller es gerne nennen) kaufen muss, dann wenigstens welche, die lange halten. Für die neue Wohnung dachte ich mir also, dass ich gleich ein paar unterschiedliche, aber eben doch ähnlich aussehende von WESCO kaufen könnte.

Ich war dann zur Sicherheit in zwei Ladengeschäften, um die Eimer zu begutachten. Und ich bin froh, dass ich sie nicht gleich gekauft habe. Die Qualität ist so schlecht, die schaffen es nicht mal, das Logo gerade und an die richtige Stelle zu kleben. Es gab Eimer, auf denen war es komplett falsch herum. Bei dem in der Mitte ist es beispielsweise schräg, genauso wie der Fuß unterhalb des Tritts:

Auch ist der Fuß unterhalb des Tritts deutlich dünner und leichter zu verbiegen (rechts), als beim Mitbewerber Brabantia (links):

Ich habe dann über Facebook gefragt, welche denn jetzt von “bester Qualität” seien und Deutschland gefertigt würden. Die Antwort war dann “ui, jetzt alle aufzuzählen wäre sehr viel. Aber die Baseboys, Kickmaster, Capboys, Ökosammler, Push two, Big Swing, Liftmaster und die Pushboys sind zum Beispiel aus dem Erzgebirge”. Also schaue ich auf die Webseite und nicht mal dort ist das Logo bei allen zuverlässig in der Mitte. Beispiel: Öko-Sammler:

So viel zur Qualität. Ich habe dann am Ende welche von Brabantia (FlatBack mit 40 Liter (Afflink) und kleine Treteimer mit 3 Liter (Afflink)) gekauft, weil ich mit einem Bügelbrett von denen bisher gute Erfahrungen gemacht habe. Vor dessen Kauf habe ich auch einige angefasst und die meisten waren wackelig oder lumpig geschweißt.